Hinter Adopt a Palm stehen Dattelbauern in Jericho im Westjordanland. Gegründet hat das Projekt die Schweizerin Susanne Triner, 2004 als Verein; ein Jahr später ist sie selbst nach Palästina gezogen.
Jericho liegt im Jordantal, rund 250 Meter unter dem Meeresspiegel – die am tiefsten gelegene Stadt der Welt. Die Berge Judäas fangen die Regenwolken ab, bevor sie hierher kommen: Es fallen weniger als 100 Millimeter Niederschlag im Jahr, somit herrschen wüstenhafte Bedingungen. Zugleich sprudelt am Rand der Stadt die Quelle Ain es-Sultan mit 4500 Litern in der Minute und macht Jericho zur wasserreichsten Oase des Vorderen Orients.
Diese Kombination ist selten, und sie ist genau das, was eine Dattelpalme braucht: Hitze über dem Kopf und Wasser an den Wurzeln. Zum Fruchten benötigt der Baum Temperaturen um 30 bis 35 Grad, die hier verlässlich erreicht werden. Deshalb wachsen in Jericho seit Jahrtausenden Datteln.
Der Name des Projekts ist wörtlich gemeint. Über Patenschaften für einzelne Palmen wird der Anbau vorfinanziert: Eine Palme trägt erst nach fünf Jahren zum ersten Mal, und eine Patenschaft deckt rund 70 Prozent der Kosten dieser ersten fünf Jahre. So können sich Kleinbauern eine Existenz aufbauen, bevor der erste Ertrag da ist.
Angebaut wird Medjool, die größte und süßeste der Dattelsorten.