Hinter BioBalkan stehen Hans-Jörg Hummer und Christopher Opancar. Beide kamen Ende der 1990er-Jahre als Zivildiener nach Podgorica und arbeiteten später als Büroleiter der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit in Belgrad, Pristina, Tirana und Skopje. Sie kennen die Gegend und die Menschen dort seit fast dreißig Jahren.
Das wichtigste Erzeugnis kommt aus Lebane in Südserbien. Der Ort liegt im Leskovac-Becken auf tiefgründigen Schwemmböden mehrerer Flüsse, mit heißen, trockenen Spätsommern und außergewöhnlich vielen Sonnenstunden. Im Bezirk Jablanica stehen 2000 Hektar Paprika; der Leskovacer Ajvar ist seit 2012 eine geschützte geografische Angabe.
Hergestellt wird er von Radanska Ruža, einem Sozialunternehmen, das 2015 von Slobodanka Pavlović gegründet wurde. In den Erntemonaten arbeiten dort bis zu 32 Frauen; das Gemüse liefern bis zu fünfzig Kleinbauern aus den Nachbardörfern. Die Paprika werden über dem Holzherd geröstet.
Hagebutten und Steinpilze kommen von der Initiative Optimist in Bosilegrad im Balkangebirge, knapp siebenhundert Meter hoch an der bulgarischen Grenze. Die extensiv genutzten Bergwälder dort sind bio-zertifiziert, die Wildsammler eigens ausgebildet. BioBalkan finanziert die Produktion vor und nimmt feste Mengen ab – so können die Betriebe auch außerhalb der Saison Leute beschäftigen.
Beim Great Taste Award 2023 wurden die Tucana Paprika und der Krem mit Honig mit je einem Stern ausgezeichnet.
Der Betrieb ist biologisch zertifiziert, Kontrollstelle AT-BIO-301.