Mario Kirchknopf bewirtschaftet den elterlichen Betrieb in Nikitsch im Bezirk Oberpullendorf, gemeinsam mit Daniela Jankovits. Beide arbeiten hauptberuflich in der IT, der Hof läuft im Nebenerwerb.
Nikitsch liegt im Oberpullendorfer Becken. Die Böden sind schwer, tiefgründig und lehmig und speichern viel Wasser. Das Klima ist pannonisch: sehr sonnenreich, aber trocken – und in den letzten Jahren ist es trockener geworden.
Kichererbsen und Linsen kommen mit Hitze und Trockenheit deutlich besser zurecht als die üblichen Ackerkulturen; zugleich binden sie über Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft und hinterlassen den Boden besser, als sie ihn vorgefunden haben. Auf rund acht Hektar stehen inzwischen Kichererbsen.
Linsen sind die schwierigere Kultur. Die Pflanze ist nicht standfest, ihre Hülsen liegen bei der Reife am Boden und lassen sich so nicht dreschen. Deshalb wird sie mit einer Stützfrucht gemeinsam ausgesät – meist Hafer oder Erbsen –, an der sie sich hochranken kann. Nach dem Drusch müssen die Körner nach Größe wieder getrennt werden.
Der Betrieb beschreibt sich selbst nüchtern: „Wir betreiben eine Biolandwirtschaft im Mittelburgenland und beschäftigen uns in den letzten Jahren mit alternativen Pflanzen.“
Der Betrieb ist biologisch zertifiziert, Kontrollstelle AT-BIO-302, und Mitglied bei BIO AUSTRIA.