Georg Marksteiner hat den Hof in Bernschlag bei Allentsteig im Bezirk Zwettl 2014 von seinen Eltern Anna und Ernst übernommen; er führt ihn mit seiner Frau Julia. Biologisch wird seit 1986 gewirtschaftet, seit April 2018 biologisch-dynamisch nach Demeter.
Der Bezirk Zwettl gilt als Kältepol Österreichs. Der Untergrund ist Granit und Gneis, die Böden darüber sind sauer und wenig fruchtbar. Was hier verlässlich funktioniert, ist Grünland – und robuste Getreidearten.
Im Stall stehen 28 Fleckviehkühe mit eigener Nachzucht. Sie behalten ihre Hörner: Seit 2014 wurde kein Kalb mehr enthornt. „In der biodynamischen Landwirtschaft spielen die Hörner eine zentrale Rolle“, heißt es dazu vom Betrieb. Silage gibt es seit 2007 keine mehr; im Sommer Weide und Grünfutter, im Winter Heu aus der eigenen Trocknungsanlage.
Die biodynamischen Präparate Hornmist und Hornkiesel werden jedes Jahr auf alle Felder ausgebracht. Georg Marksteiner beschreibt den Ansatz so: „Wir betrachten den gesamten Hof als einen Organismus, in dem viele Zahnräder ineinander greifen und auch der kleinste Baustein fürs große Ganze eine Rolle spielt.“
Auf den Feldern wachsen Dinkel, Roggen, Weizen, Einkorn, Kartoffeln, Leinsamen und Waldviertler Graumohn. Verarbeitet wird beides: aus der Milch Rohmilch, Joghurt, Topfen und Käsebällchen in Öl, aus dem Getreide Mehl, Dinkelreis, Brot, Mohnstrudel und Mohnzelten.
Der Betrieb ist biologisch zertifiziert, Kontrollstelle AT-BIO-401, Mitglied bei BIO AUSTRIA, und wirtschaftet nach Demeter-Richtlinien.