Josef und Petra Petschko-Eibel bewirtschaften ihre Felder in Brunn bei Pyhra, südlich von St. Pölten. Den Betrieb haben sie 2019 übernommen und von diesem Zeitpunkt an vollständig auf biologische Bewirtschaftung umgestellt; geführt wird er im Nebenerwerb.
Über dem Untergrund des Alpenvorlands liegen eiszeitlicher Schotter und Löss. Daraus sind tiefgründige Böden entstanden, die sich im Frühjahr rasch erwärmen. Auf den leichteren Terrassenböden nahe der Traisen wachsen Erdbeeren, auf den Lössböden Getreide und Mais.
Dazu Soja. Die Sojabohne bindet über Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft und düngt sich damit selbst – im Biolandbau, wo kein Mineraldünger erlaubt ist, ist das ein entscheidender Vorteil. Josef Petschko begründet die Entscheidung so: „In unseren Breitengraden ist Soja eindeutig jene Ackerkultur für die größtmögliche Produktionsmenge pro Flächeneinheit an menschlich verzehrbaren Proteinen – mit minimalem ökologischen Fußabdruck.“
Seit Herbst 2024 wird die eigene Ernte zu Soja-Chunks verarbeitet, einem Texturat in drei Körnungen, ohne Zusatzstoffe. Unkraut wird mechanisch geregelt, durch regelmäßiges Hacken.
Der Betrieb ist biologisch zertifiziert, Kontrollstelle AT-BIO-401, und seit 2023 Mitglied bei BIO AUSTRIA.