Beate und Walter Brenner bewirtschaften den Brennerhof in Schönfeld an der Wild, Gemeinde Göpfritz, im Bezirk Zwettl. Der Hof besteht seit 1885 und wird in vierter Generation geführt; seit 2002 wirtschaften die beiden biologisch. Walter ist Bauer und Müller, Beate ist Bäckerin.
Das Waldviertel liegt auf dem Granit- und Gneishochland, und der Bezirk Zwettl gilt als Kältepol Österreichs. Moderne Hochleistungssorten bringen unter solchen Bedingungen wenig. Alte, robuste Getreidearten dagegen kommen damit zurecht.
Genau darauf hat sich der Betrieb festgelegt: Einkorn, Emmer, Dinkel, Waldstaudekorn und Champagnerroggen, dazu Lupinen, Linsen, Leindotter, Buchweizen und Kümmel. Die Rohstoffe stammen zur Gänze von den eigenen Feldern rund ums Dorf, und alle Arbeitsschritte bleiben am Hof – Anbau, Ernte, Mahlen, Backen.
Das Vollkornmehl wird im Zentrofan-Verfahren gemahlen. Dabei wird das Korn nicht zerrieben, sondern in einem Luftstrom zerschlagen; das hält die Temperatur niedrig und schont die Fette im Keimling.
Bei der Ab-Hof-Messe Wieselburg 2025 holte der Betrieb den Titel Brotkaiser in der Kategorie Vollkornbrot mit seinem Dinkelvollkornbrot; alle eingereichten Brote erhielten Gold.
Beate Brenner über die Arbeit: „In der Ruhe liegt die Kraft.“
Der Betrieb ist biologisch zertifiziert, Kontrollstelle AT-BIO-302, Mitglied bei BIO AUSTRIA.