Cal Valls liegt in Vilanova de Bellpuig in der katalanischen Comarca Pla d'Urgell, auf 290 Metern. 1978 reiste Manuel Valls Felip nach Frankreich, lernte dort die „Agriculture Biologique“ kennen und stellte den Betrieb um. Als Spanien 1989 sein erstes Öko-Register anlegte, trugen die Höfe der Familie die Nummer 1 und der Verarbeitungsbetrieb die Nummer 2. Heute führen seine Kinder Daniel, Rubén und Maria den Betrieb.
Die Ebene von Lleida wäre ohne Wasser Trockenland. Das Klima ist mediterran mit kontinentalem Einschlag: heiße Sommer, kalte Winter, große Unterschiede zwischen Tag und Nacht und wenig Niederschlag. Erst der Canal d'Urgell, 1862 eröffnet, machte aus der Steppe Ackerland – rund siebzigtausend Hektar wurden bewässerbar, und mit dem Wasser kamen Luzerne, Mais, Obstbäume und Gemüse.
Auf über siebzig Hektar wird heute biologisch und biodynamisch gewirtschaftet.
Die Verfahren sind bewusst schlicht. Rubén Valls beschreibt sie so: „Die Säfte werden nicht aus Konzentrat gemacht, sondern direkt aus gepresster Frucht. Die Tomatenkonserven werden im Wasserbad gemacht, der Paprika wird im Holzofen geröstet.“ Marmeladen enthalten nur Frucht und Agavensirup, Hülsenfrüchte nur Wasser und Meersalz. Zusatzstoffe gibt es keine, auch keine im Biolandbau erlaubten.
Siebzig Prozent des Stroms kommen von der eigenen Photovoltaikanlage, sämtliche organischen Abfälle werden kompostiert.
Der Betrieb ist biologisch zertifiziert, Kontrollstelle ES-ECO-019-CT (Katalonien), und wirtschaftet seit 1991 nach Demeter-Richtlinien.