Benedikt Wurth hat Umwelt- und Bioressourcenmanagement studiert, sein Vater war Imker. Gemeinsam mit Rosa-Maria Binder stellt er in Schwarzenberg bei Pfaffenschlag im Waldviertel Bienenwachstücher her – als Ersatz für Alu- und Frischhaltefolie.
Der Anlass war der eigene Haushalt: „Wir haben angefangen, Bienenwachstücher herzustellen, um selbst eine plastikfreie und ressourcenschonende Alternative für den Alltag zu haben.“
Ein Tuch besteht aus vier Zutaten. Bio-Baumwolle, naturbelassen, ungebleicht und ungefärbt nach IVN-BEST-Standard. Bio-Bienenwachs aus zertifizierter Imkerei, unparfümiert und ungefärbt. Harz der Schwarzföhre, das dem Tuch seine Klebkraft gibt. Und Bio-Sonnenblumenöl, das es geschmeidig hält.
Getränkt wird jedes Stück einzeln und von Hand. „Um die handwerkliche Qualität sicherzustellen, brauchts kein ISO-Zertifikat. Man muss spüren, riechen und jede Menge Erfahrung mitbringen“, sagt Wurth.
In der Anwendung gibt es Grenzen, die man kennen sollte: Bienenwachs schmilzt ab 62 Grad, das Tuch verträgt minus 20 bis plus 26 Grad. Gereinigt wird mit kaltem Wasser und mildem Spülmittel, nicht in der Maschine. Für rohes Fleisch und Fisch ist es nicht geeignet. Nach ein bis zwei Jahren ist es aufgebraucht – und dann kompostierbar.