Christian Stadler hat den elterlichen Getreidebetrieb 1986 mit achtzehn Jahren auf Bio umgestellt. Er ist Agraringenieur und führt Morgentau in Winkling bei Hofkirchen im Traunkreis im Bezirk Linz-Land. Seit 1993 baut er Kartoffeln und Karotten an; seit rund 2020 wirtschaftet der Betrieb biodynamisch nach Demeter.
Der Hof liegt im Traun-Enns-Riedelland, das die fruchtbarsten Böden Oberösterreichs trägt: Schotter, überzogen von mehrere Meter mächtigem Lösslehm. Regen fällt eher wenig.
Seit 2022 wird auf knapp vierzig Hektar in Streifen angebaut. Fünf Kulturen stehen nebeneinander in drei bis fünf Meter breiten Bahnen, die jedes Jahr weiterrücken – Dinkel, Polenta-Mais, Goldhirse, Red-Kidney-Bohnen und schwarze Bohnen. Der Gedanke dahinter: Wo verschiedene Pflanzen nebeneinander stehen, finden Nützlinge Unterschlupf, Schädlinge breiten sich schlechter aus, und der Boden bleibt bedeckt.
Stadler beziffert das Ergebnis: „Schon nach dem ersten Jahr konnten wir eine Verdoppelung der Biodiversität feststellen.“ Und: „In dieser Kombination sind wir die Ersten, die das großflächig umsetzen.“
Neben Wurzelgemüse entstehen Gemüserollen, Knödel und essfertige Bohnen, Kichererbsen und Linsen.
Der Betrieb ist biologisch zertifiziert, Kontrollstelle AT-BIO-301, und wirtschaftet nach Demeter-Richtlinien.