Die Ölmühle wurde 1928 gegründet. Josef Hamlitsch trat 1948 ein, Guntram Hamlitsch senior 1964, und 1972 kaufte die Familie den Betrieb. Heute führen ihn Ulrike und Guntram Hamlitsch in dritter Generation, seit 2000; die Bio-Zertifizierung kam 2001.
Deutschlandsberg liegt in der Weststeiermark, dort wo der kristalline Ostrand der Koralpe auf die Schotter des Grazer Beckens trifft – ein Ausläufer des Pannonischen Beckens, mild und sonnenreich.
Verarbeitet werden die schalenlos gewachsenen Kerne des Steirischen Ölkürbisses. Der Kürbis ist eine steirische Besonderheit: Vor rund hundertfünfzig Jahren trat hier eine Mutation auf, bei der die Kerne keine harte Holzschale mehr ausbilden – erst dadurch wurde das Pressen praktikabel.
Der Weg zum Öl ist kurz und heikel. Nach Ernte, Trocknung, Reinigung und Mahlen werden die Kerne mit Wasser und Salz vermengt und geröstet. Das Rösten entscheidet über alles – zu wenig, und das Öl bleibt flach; zu viel, und es wird bitter. Beim Betrieb heißt es dazu: „Er hat es in seinen Fingerspitzen, wie lange die gemahlenen Kerne geröstet werden müssen, damit er das Beste rausholt." Gepresst wird anschließend in der traditionellen Stempelpresse, die von Hand befüllt wird.
Verarbeitet werden ausschließlich österreichische Rohstoffe von Vertragslandwirten, großteils aus der Region.
Im Gault&Millau 2025/26 belegte das Kürbiskernöl den ersten Platz in der Kategorie Steirisches Kürbiskernöl g.g.A.
Der Betrieb ist biologisch zertifiziert, Kontrollstelle AT-BIO-301.