Die Konservenfabrik in Concarneau in der Südbretagne wurde im Juni 1959 von Jacques Gonidec und seinen Eltern gegründet – zu einer Zeit, in der ringsum die Konservenfabriken zusperrten. Von 32 Betrieben, die es in Concarneau einmal gab, ist Gonidec der letzte. Seit 1990 führt Jacques Gonidec in dritter Generation. Die Marke heißt Les Mouettes d'Arvor, nach dem Fußballklub des Gründers.
Die Sardinen kommen aus nächster Nähe. „Unsere Cornouaille-Sardinen werden in maximal 50 Kilometer Umkreis gefangen“, sagt Gonidec – von Ringwadenbooten aus Concarneau, mit denen der Betrieb seit vierzig Jahren arbeitet. Saison ist von Mai bis Ende Oktober.
Der Weg durch die Fabrik ist Handarbeit: Die Fische kommen in ein Eis-Salzbad, dann köpfen und entweiden rund vierzig Arbeiterinnen jeden einzelnen von Hand. Danach werden sie abgeduscht, trocknen über Nacht, werden frittiert und mit der Schere in die Dose gesetzt – Kopf an Schwanz, wie es heißt. Aufgegossen wird mit Erdnussöl oder mit kaltgepresstem nativem Olivenöl extra.
Eine Besonderheit sind die Jahrgangssardinen: Der Fang aus Juni und Juli wird als „Sardines de Saison“ eingelegt und ist acht Jahre haltbar – Sardinen werden mit den Jahren in der Dose weicher und runder.
2019 erhielt der Betrieb das französische Staatslabel Entreprise du Patrimoine Vivant.