Stefan und Elfriede Nestelberger begannen 1981 in Perg damit, Bio-Dinkel zu entspelzen. Sie gehörten zu den Ersten, die auf Bio umstellten. Heute führen Norbert und Barbara Nestelberger den Betrieb mit 38 Mitarbeitern.
Eine Schälmühle mahlt nicht, sie schält. Bei Spelzgetreide wie Dinkel, Emmer, Hafer, Gerste und Hirse ist das Korn fest mit einer Hülle verwachsen, die beim Dreschen nicht abfällt. Norbert Nestelberger erklärt es so: „Die Spelze schützt jedes Korn mit einer festen Hülle und macht sie länger lagerbar. Sie muss jedoch nach der Ernte entfernt werden, was die Produktion im Vergleich zum Weizen aufwendiger macht.“
Nach dem Schälen wird angeschliffen und poliert – so entsteht Dinkelreis und Emmerreis, Korn, das sich kochen lässt wie Reis. Daneben werden Flocken, Grieß und gepuffte Körner hergestellt.
Perg liegt zwischen der fruchtbaren Machlandebene und dem Untermuhlviertler Schollenland aus Granit. Die Rohware kommt großteils von Landwirten aus der Umgebung.
Der Betrieb ist biologisch zertifiziert, Kontrollstelle AT-BIO-301, und BIO-AUSTRIA-Partner.