Julia Taubinger und Marcus Schindelegger haben Nussland 2017 in Dollbach bei Bergland im Bezirk Melk gegründet. Sie nennen sich Chef-Nussknackerin und Chef-Nussknacker, und das trifft die Sache: Angebaut wird nicht, geknackt schon.
Die Walnüsse kommen von Bio-Betrieben, von privaten Sammlern und von Landwirten aus Österreich und der EU. Über zweitausend private Lieferanten bringen ihre Nüsse zu Übernahmestellen in Niederösterreich, Oberösterreich, dem Burgenland und der Steiermark – Bäume, die sonst niemand aberntet.
Getrocknet, geknackt, gehackt, gerieben und mit Lasertechnik sortiert werden bis zu dreihundert Tonnen im Jahr.
„Die Frische ist der Knackpunkt. Je länger die Nuss in der Schale bleiben kann, desto frischer bleibt sie“, sagt Schindelegger. Walnüsse enthalten viel ungesättigtes Fett und werden ranzig, sobald die Schale weg ist – deshalb wird erst geknackt, wenn Bedarf besteht.
Daraus entstehen Kerne und Hälften, Bruch, geriebene Nüsse, Snacks, Muse und Pestos.
Auf die Frage nach dem wichtigsten Mitarbeiter antwortet Julia Taubinger: „Das Eichhörnchen.“
Der Betrieb ist biologisch zertifiziert, Kontrollstelle AT-BIO-401, Mitglied bei BIO AUSTRIA.